The Fonxionaires on Tour

28. April 2010

Fonxionaires

Ich möchte Euch rechtzeitig auf eine kleine Tour einer großen Band aus einem kleinen Land hinweisen: Im Mai sind The Fonxionaires mit der famosen Sängerin Brandy Butler auf Mini-Deutschlandtour.

Wenn man die Namen der bis zu neunköpfigen Gruppe liest, könnte man meinen, sie stammten aus den USA oder von der Insel. Doch Smokey Brooks, P. ibn Armin, Hard workin Mr. Dom Doodidl, Fred, Boca Chico Jr., Stu Stiffler, Don Raffaele und Li Capone sind nur Künstlernamen für helvetische Allerweltsnamen wie David Studer, Peter Schmid oder Dominik Kunz. Lediglich Brandy Butler ist, was ihr Name verspricht: Sie stammt aus Philadelphia.

Fonxionaires_02Richtige Soulmusiker sind immer anständig gekleidet

Die Band gibt als Headquarter die Schweizer Metropole Biel an. Ein interessantes 50.000-Einwohner-Städtchen – die einzige Schweizer Stadt, in der es Pflicht ist, alle Dokumente in Deutsch und Französisch zu verfassen. Für eine aufregende Musikszene ist Biel allerdings nicht berühmt – zumindest außerhalb der Schweiz. So war ich auch äußerst skeptisch, als ich vor rund einem Jahr eine Promo-Scheibe der Band bekam. Außer Yello fiel mir jetzt auf Anhieb keine Schweizer Band ein, die mir gefiel – oder die ich zumindest kannte. Das Hazy Osterwald Sextett vielleicht noch – aber das ist ja schon fast historisch.

Fonxionaires_04Auf Tour geben die Fonxionaires alles

Ich war überrascht: Die Fonxionaires können mit Soul-Größen wie Sharon Jones oder den Sweet Vandals mithalten. Sie spielen Soul, der weit weg von dem glattgebügelten Retro-Zeug ist, das mir schon zu den Ohren herausquillt. Selbst auf Platte klingen sie etwas roh, fast wie live eingespielt. Auf der Bühne sollen sie aber noch um Längen besser sein. Ich werde mich davon am 14. Mai im Bassy überzeugen. Vor einem Jahr habe ich ihren Berlin-Auftritt leider verpasst.

Was mir besonders an den Fonxionaires gefällt, ist dass sie nicht nur auf die Sixties-Soul-Karte setzen, sondern auch ordentliche Portionen R&B und Swing in ihrer Musik haben. Heutzutage setzt dies die nicht nur stimmgewaltige Brandy Butler perfekt um. Als die Band 1999 gegründet wurde, war das noch die Aufgabe von Hurricane Jane alias Martina Schibler. Die Dame hat dies allerdings nicht schlechter als ihre Nachfolgerin gemacht. Davon könnt Ihr Euch auf der Platte „It’s R&B Time“ überzeugen. Auf der EP (eine Platte im Single-Format, aber mit zwei Songs pro Seite und oft mit 33 statt 45 RPM), die im Winter herausgekommen ist, singt sie eine hinreißende Coverversion von Stu Gardners „Drive Me“. Da ihr einerseits Jane nicht mehr live mit den Fonxionaires bewundern könnt, aber andererseits die Platte die aktuellste Schweibe der Band ist, habe ich das Stück als Zugabe angefügt.

Fonxionaires_03Brandy Butler in Aktion.

Brandy Butler ist seit 2008 Frontfrau der Schweizer Soulies. Zusammen mit Bandleader und Sänger Smokey Brooks zieht sie auf der Bühne eine Mega-Show ab, von der ein Youtube-Video nur einen kleinen Eindruck vermitteln kann. Ich bin mir sicher, dass das Konzert im Bassy eine heiße Angelegenheit wird. In der Besetzung mit Brandy Butler haben die Fonxionaires bisher eine Single herausgebracht, die schlicht „The Fonxionaires Featuring Miss Brandy Butler heißt“. Von ihr gebe ich Euch die B-Seite als Appetithappen: „Till You Love Me“. Ciao zäme!

Till-You-Love-MeThe Fonxionaires – Till You Love Me

Drive-MeThe Fonxionaires – Drive Me

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The Dells – Your Song

28. April 2010

Hier eine schöne Scheibe aus dem späteren Schaffen der Dells. Für meine Verhältnisse ist sie schon sehr „modern“, aber ich steh drauf. Und ich bin sicher, der eine oder andere mag den Sound auch.

Wede

The Dells – Your Song

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I. A. P. CO. – Check Yourself

21. April 2010

The Italian Asphalt & Pavement Company sind niemand anderes als The Duprees die 1970 unter anderem Namen ihre vermutlich beste Platte aufgenommen haben: „Check Yourself/The Sky’s The Limit“. Etwas über die Band zu schreiben, wäre Zeitverschwendung, da es neben dem Wikipedia-Eintrag und einer mehr oder weniger gelungenen offiziellen Website auch noch eine Facebook-Fanseite über die legendäre Doo-Wop-Gruppe gibt. Also spare ich mir die Arbeit und komme gleich zum Wesentlichen: die Musik.

Wede

IAP CO – Check Yourself

IAP CO – The Sky’s The Limit

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All That Soul Vol. 1

14. April 2010

Am Samstag startet die neue Partyreihe All That Soul im Berliner Fire Club. Zur Premiere ist Sabrina Golian vom Soulkombinat mein Gast. Ab 22. Mai steht Steven Inch (Soulkombinat) mit mir an den Turntables.

Wie immer gilt: Wer auf die Gästeliste möchte, sucht den Kontakt.

Wede


Jasper Woods – Hully Gully Papa

11. April 2010

Von Jasper Woods Scheibe „Hully Gully Papa/I’m Coming Home“ weiß ich nur, dass sie 1961 aufgenommen wurde und Jasper von The Viscaynes begleitet wurde. Die Viscaynes waren eine von mehreren Doo-Wop-Gruppen mit denen Sly Stone erste Erfahrungen gesammelt hat.

Die Platte hatte ich schon länger auf dem Kieker, allerdings war sie mir bisher immer zu teuer – wenn sie denn überhaupt mal angeboten wurde. Glücklicherweise hatte meine Kopie ein Ramschhändler in seinem Ebay-Fundus, sodass sie relativ wenig Mitbieter beachtet haben. Noch ein größeres Glück war aber, dass die Scheibe in einem Top-Zustand bei mir angekommen ist. Der Verkäufer hat das rare Teil total versifft ohne Hülle zwischen zwei Pappdeckel gelegt und in einen Umschlag gesteckt. Als ich ihn öffnete, rutschte mir die Platte gleich entgegen. Gut, dass sie nicht aus Styren ist …

Wede

Jasper Woods – Hully Gully Papa

Jasper Woods – I’m Coming Home

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Windy City – We Party Heavy Up In Heah

3. April 2010

Als schnelles Ostergeschenk hier ein Stück für den anspruchsvollen Clubabend, das viel zu selten zu hören ist: „We Party Heavy Up In Heah“ von der Chicagoer Band Windy City, produziert von Otis Leavill, arrangiert von James Mack.

Wede

Windy City – We Party Heavy Up In Heah

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