Betty Everett – Too Hot To Hold

30. August 2009

Betty Everett (1940 – 2001) hat in ihrem kurzen Leben ettliche Platten veröffentlicht und ist alles andere als eine Unbekannte. Bettys erster kleiner Hit war 1963 war bereits ihre zweite Platte, eine Version von „You’re No Good“ (Clint Ballard Jr.). Ihren größten Erfolg feierte sie mit der Nachfolge-Single „The Shoop Shoop Song (It’s in His Kiss)“. Beide Platten kamen auf Vee-Jay heraus, für das sie auch die 45er aufnahm, die ich vorstelle: „Too Hot To Hold/I Don’t Hurt Anymore“. Die Platte ist um Längen besser als der „Shoop Shoop Song“, aber unverständlicherweise deutlich unbekannter und auch schwerer zu bekommen. Wer selbst vergleichen möchte, was ihre beste Vee-Jay-Aufnahme ist, kann sich den Sampler zulegen, der ebenfalls „The Shoop Shoop Song“ heißt.

Wede

Betty_01Betty Everett – Too Hot To Hold

Betty_02Betty Everett – I Don’t Hurt Anymore

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Kenny Smith & The Loveliters – Go For Your Self

26. August 2009

Weil ich gerade aus einem kurzen Urlaub zurückgekommen bin, packe ich heute nur die versprochene Platte von Kenny Smith & The Loveliters auf den Blog. Aber was heißt „nur“ – das Stück ist hammergut und ich kann es gar nicht oft genug hören.

Am Sonntag gibt’s wieder mehr Text.

Wede

KennyKenny Smith & The Loveliters – Go For Yourself


Roland Alphonso – Lee Harvey Oswald

9. August 2009

Da wir bei unserer neuen Party (endlich) auch unsere Ska-Sammlung dabei haben, wird es höchste Zeit, mal wieder eine entsprechende Platte vorzustellen.

Roland Alphonso ist einer der Gründerväter des Ska und war auch ein Mitglied der legendären Skatalites. Sowohl über Roland Alphonso als auch die Skatalites etwas zu schreiben, würde meinen kompletten Nachmittag ausfüllen, wozu ich A: keine Lust habe und was B: völlig überflüssig wäre, weil es reichlich Einträge im Internet gibt. Erwähnen möchte ich aber, dass Alphonso und die meisten anderen Mitglieder der Skatalites auf die Alpha Boys Catholic School in Kingston gingen, wo schwer erziehbare Kinder auch mit klassischer europäischer Musik gedrillt wurden. Speziell „genossen“ die Schüler eine Ausbildung an Blechblasinstrumenten. Einige Absolventen dieser Schule wurden trotz der wohl auch prügelnden Lehrer exzellente Musiker und gründeten in den 50ern Jazzbands. Das erklärt unter anderem, warum die Sax-Solis von Roland Alphonso so gigantisch gut sind.

„Lee Harvey Oswald/Leave Me Alone“ zeigt Alphonso auf der einen Seite als Solisten und auf der anderen als Mitglied der Skatalites. Warum die Band auf der Platte so eigenartig geschrieben wird, kann ich nur raten. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass sich die Skatalites gerade trennten oder getrennt hatten als die Scheibe aufgenommen wurde.

Die 45er ist ziemlich rar und beide Seiten der Platte sind selten zu hören. Ich hoffe, ich mache dem einen oder anderen (neuen) Ska-Fan damit eine Freude.

Wede

Roland-AlphonsoRoland Alphonso – Lee Harvey Oswald

SkatalitesThe Ska-Ta-Lites – Leave Me Alone


Neue Soulparty in Berlin: Mama Soul

3. August 2009

MamaSoul_0809_Blog

Am 14. August feiern Karel Duba und ich Premiere mit unserer neuen Soulparty „Mama Soul“ im Mama Berlin. Der Laden ist eine wunderschöne Location und die Anlage ist vom Allerfeinsten. Wir freuen uns schon richtig darauf, dort unsere raren Soul-, Funk- R&B- und Ska-Scheiben zu spielen. Und weil es zu ’ner Premiere auch eine Premierenaktion geben muss, kommt jeder gratis durch die Tür, der mir via „Kontakt“ einen Gruß schickt. Losgeht’s um 22 Uhr, die ersten zehn Gäste bekommen eine feine Mix-CD.

Bis dann

Wede

stadtplanmamaberlin144vw1


Jock Mitchell – Work With Me Annie

2. August 2009

„Work With Me Annie/You May Lose The One You Love“ ist eine von zwei 45ern, die Jock Mitchell für Harry Balks Detroiter Label Impact aufgenommen hat. Beide sind ziemlich selten, wobei für „Not A Chance In A Million“ bereits aberwitzige Preise bezahlt werden (über 800 Dollar). „Work With Me Annie“ ist zwar von solchen Preislagen Lichtjahre entfernt, gefällt mir persönlich aber besser, weil das Stück unglaublich viel Drive hat.

Auch die Flip ist eine Ballade, die aus dem damals üblichen Sound heraussticht. Wer genau hinhört, wird beim Arrangement von „You May Lose The One You Love“ Ähnlichkeiten mit Del Shannon feststellen können. Das ist kein Zufall, denn Duke Browner, der das Stück geschrieben und die Platte produziert hat, holte Del Shannon zum genialen Harry Balk. Ich glaube auch, das Musitron von Max Crook herauszuhören, dass Shannons „Runaway“ so außergewöhnlich macht.

Jock Mitchell (with The Fabulous Agents) hat laut den meisten Quellen nur noch eine weitere Platte auf seinem eigenen kleinen Detroiter Label Golden Hit herausgebracht: „No Mad Woman/Free At Last (Great Da A-Comin‘)“. Vermutlich hat er aber noch zwei weitere 45er bei Golden Hit als James Barnes & The Agents aufgenommen.

Wede

Jock_01Jock Mitchell – Work With Me Annie

Jock_02Jock Mitchell – You May Lose The One You Love

with The Fabulous Agents – No Mad Woman / Free At Last (Great Day A-Comin)

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