J. C. Davis – Coconut Brown

26. Juni 2009

Ihr habt den Namen J. C. Davis noch nie gehört? So geht es wohl den meisten, aber sein Saxophon habt Ihr sicher schon mal gehört. Denn J. C. hat mit einigen der ganz großen Soul-Künstler gespielt.

1958 kam er zu James Brown’s Road Show, wurde Chef-Solist und Band Director. Ob er in dieser Position – wie mancherorts geschrieben – auch Chef der Famous Flames war, bleibt dahingestellt. Denn die Flames waren von Anfang an JB’s Band (zu Beginn gab es nur „The Flames“ mit JB als Leadsänger. Erst später wurde daraus „James Brown And The/His Famous Flames).

1961 wechselte er für etwas länger als ein Jahr zu Etta James, spielte mit Jackie Wilson und tourte mit Little Willie John. Auch die Drifters und Gene Chandler heuerten J. C. an.

1969 nahm er in Columbus/Ohio im Mus-I-Col-Studio für sein eigenes Label New Day zwei 45er auf: „A New Day/Circleville“ und „Coconut Brown/Buttered Popcorn“. Angeblich wurden davon jeweils nur 1.500 Stück gepresst, weshalb ich mich glücklich schätzen kann, eine von den raren Scheiben im Plattenkoffer zu haben.

Die vier New-Day-Stücke und sechs weitere, bisher unveröffentlichte Aufnahmen der Mus-I-Col-Session wurden 2005 auf ein Album gepresst: A New Day! The Complete Mus-I-Col Recordings of JC Davis.

Wede

JC_01J.C. Davis – Coconut Brown

JC_02J.C. Davis – Buttered Popcorn


Wir sind Soul Berlin Sommer 2009 Vol. 2

25. Juni 2009

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Am Freitag findet in Berlins schönster Sommer-Location Kiki Blofeld zum zweiten Mal in diesem Jahr “Wir sind Soul” statt, ein Treffen und Zusammenkommen der Soul- und Funk-Veranstalter und -Djs der Stadt.

So viele Plattenkünstler auf einem Haufen garantieren ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Funk- und Soul-Feuerwerk. Und weil jeder Dj nicht länger als eine halbe Stunde am Drücker ist, schießen die Vinyl-Pyromanen einen Kracher nach dem anderen ab.

Zugesagt haben schon: Johnny Hitman, Steven Inch, Steinbild (Soulkombinat), desweiteren Dynamic Don und Kristian Auth (Soul Inn), Marc Forrest (Hip City Soul Club), Slingshot (Attack of the Superbreaks), Sir Wede (Soul Garage).

Es haben sich auch internationale Dj-Gäste angemeldet:

Dj Osadchii (Moskau)
Dan45 (Tighten Up Köln)
Souldrops (Sodatunes, Düsseldorf)
Matthew Fox (Soulsender.de, Köln)

Außerdem feiert Kristian Auth an diesem Abend seinen Geburtstag!

Bei Facebook reinschauen. Fotos bei Flickr. Ein Livemitschnitt von einer vergangenen Veranstaltung.

Getanzt wird übrigens in einem Bootshaus-Bunker (siehe Foto), in dem früher  Patrouillienboote der DDR-Grenzer stationiert waren. Heute bietet der Bunker bei geöffnetem Tor eine fantastische Sicht auf die nächtliche Spree.

23:00 Uhr, Kiki Blofeld, Köpenicker Str. links von Nr. 48/49 gerade durch, U 8 Heinrich Heine Str., S-Bahn Ostbhf., Spree km 19 linkes Ufer.

kiki


Sly, Slick & Wicked – Sho‘ Nuff

18. Juni 2009

Sly, Slick & Wicked wurden 1969 in Cleveland (Ohio) gegründet. Die Original-Besetzung bestand aus John Wilson (Sly), Charles Still (Slick) und Mark Saxton (Wicked). Bereits 1971 wurden sie in New York von Paramount unter Vertrag genommen und landeten mit „Stay My Love/Surely“ einen ersten Hit. Dies lag nicht zuletzt an der Kampagne von Paramount, die die Gruppe als „Hottest, Newest Group“ vermarktete. Kurz darauf verließ Mark Saxton das Trio und Terrance Stubbs wurde der neue „Wicked“.

1973 wurde Mr. James Brown auf Sly, Slick & Wicked aufmerksam und nahm sie unter seine Fittiche. Heraus kam die Single „Sho‘ Nuff“, die ich Euch hier vorstelle. Auch diese Platte schlug mächtig ein und es ist deshalb schon verwunderlich, dass sie ziemlich teuer gehandelt wird. Das heißt, musikalisch kann ich das natürlich voll und ganz verstehen – ein wunderschönes Stück.

Die Band wechselte noch mehrmals das Label (Shaker, Motown, Epic, Polydor) und erweiterte ihre Fangemeinde stetig. Besonders produktiv war „Sly, Slick & Wicked“ dabei aber nicht. Nur etwas mehr als 30 Songs nahm die Gruppe auf, 1976 das Album „Sly, Slick & Wicked“. Hier gilt wirklich der Spruch: Klasse statt Masse. So weit ich weiß, gibt es die Gruppe immer noch, aber nur John Wilson ist von der Ur-Besetzung noch dabei.

Wede

Update: John „Sly“ Wilson hat mir einen Gruß geschickt: Die Band ist immer noch aktiv, wie auf ihrer Webseite zu entnehmen ist.

SlySly, Slick & Wicked – Sho‘ Nuff


Wede@Tour De Funk

18. Juni 2009

Am Freitag bin ich zu Gast bei Steven Inch‚ Tour De Funk.

Norbert vom Privatclub schreibt in seinem Veranstaltungshinweis:

Wie gehabt garantiert Resident-DJ Steven Inch vom Soulkombinat wieder für eine excellente Mischung aus Rare Soul, Deep Funk und Adult Hip Hop. Und damit es nie langweilig wird, hat Steven sich auch diesmal wieder einen besonderen Gast aus der Berliner Soulscene eingeladen, um das Spectrum noch zu erweitern – Sir Wede von der Soulgarage. Und alle tanzen!

Außerdem als spontaner Gast zugegen: DJ Osadchii aus Moskau

Freier Eintritt? Kontakt suchen und herstellen!

Wede


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Lee Austin – The Burner

11. Juni 2009

Lee Austin ist einer der etwas weniger bekannten Mitglieder der James-Brown-Gang. Lee, auch „The Mighty Burner“ oder „The Burner“ genannt, soll angeblich erst JBs Bodyguard gewesen sein, bevor er Background-Sänger in der James Brown Revue wurde. Wie Dan45 in seinem tollen Beitrag über Austins „Screwdriver“ schreibt, war Lee sogar der Frisör des Godfather of Soul. Dicke Freunde waren die beiden auf jeden Fall. Lee brachte James auch das Klavierspielen bei.

Eine von Lee Austins wenigen Soloplatten ist „Tutti Frutti/Moonlight“, die – selbstverständlich – von James Brown produziert wurde. Zusammen mit den JB’s hat Lee die für mich die mit Abstand beste Version des Little-Richard-Klassikers „Tutti Frutti“ zustandegebracht, was nicht zuletzt an einem weiteren genialen Posaunen-Solo von Fred Wesley liegt.

A wop-bop-a-loo-bop-a-wop-bam-boom!

Wede

Lee

Lee Austin – Tutti Frutti


Soul Inn

6. Juni 2009

Heute Nacht ist wie jeden ersten Samstag im Monat Soul Inn Time. Warum, erklären die Gastgeber Dynamic Don und Kristian Auth am besten selbst:

In den letzten zwei Jahren hat sie sich zur grössten regelmäßigen Soulnight Berlins gemausert. In dem 50er-Jahre-Kino auf der Schlesischen Straße bebt der Dancefloor zum authentischen Sound von Original-45rpm-Singles. Frühe Gäste werden zudem belohnt! Eine Free-Cd mit dem “Soul Inn”-Sound fürs Wohnzimmer !!! Das Lido ist die perfekte Soul-Location durch seine hohen Decken, dem Ambiente und den wunderbaren Dielen auf der Tanzfläche.

23h | 5h | Lido, Cuvrystr./Ecke SChlesische Str. | U1 Schlesisches Tor

Lido


Pat Stallings – Everybody Knows

4. Juni 2009

„Everybody Knows“ von Pat Stallings ist immer noch ein kleiner Geheimtipp, was tolle Platten für wenig Geld betrifft. Das heißt, sooo wenig habe ich dafür gar nicht bezahlt, was aber größtenteils an meiner Ungeduld liegt. Denn hätte ich noch etwas länger gewartet, wäre mir die Scheibe bei Ebay vermutlich etwas günstiger in die Hände gefallen. Eine ganze Zeit lang waren Steven Inch und Mr. Fine Wine die einzigen DJs, die die Fahne für Pat Stallings immer entschlossen hochgehalten haben. Das ändert sich aber jetzt und ich bin mir gar nicht so sicher, dass ich tatsächlich zu viel für die Platte ausgegeben habe.

Wie immer ist der Wert einer Platte sowieso scheißegal – sie ist gut oder sie ist nicht gut. Diese Scheibe ist gut – verdammt gut. Und ich werde sie mit Sicherheit beim nächsten SOUL CENTRAL auflegen.

Bis dann

Wede

Pat

Pat Stallings – Everybody Knows


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