Allen Wayne – Chills & Fever

31. Dezember 2010

„Chills And Fever“ wurde von nicht wenigen Künstlern aufgenommen. Soweit ich weiß, brachte Ronnie Love 1961 die erste Version auf Dot heraus. Ein Stück, das mir besser gefällt, als die wohl bekannteste (und schon auch ziemlich starke) Variante von Tom Jones, die rund drei Jahre später entstand.

Ziemlich unbekannt ist dagegen die Version von Allen Wayne, die ebenfalls im Jahr 1964 auf Try (Crusader Records) herauskam. Der Mann aus Louisiana hat in Hollywood die vermutlich schnellste Version des Songs gemacht und das Schlagzeug ist wahrlich ein Hammer. Hier meine beiden Lieblings-Versionen von „Chills And Fever“ im Vergleich.

Wede

Allen Wayne – Chills & Fever

Ronnie Love – Chills And Fever
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Little Willie John – I’m Shakin‘

19. Dezember 2010

Little Willie John (William Edgar John) ist nicht nur einer der größten R&B-Künstler aller Zeiten, er ist auch eine sehr tragische Figur. Seine Lebensgeschichte ist es absolut wert, verfilmt zu werden.

Der kleine Mann, der 1937 in Cullandale/Arkansas geboren wurde, hatte eine riesige Stimme und war DER Star des King-Labels, bevor James Brown das Zepter übernahm. Der Godfather of Soul trat zu Beginn seiner Karriere sogar in Willie Johns Vorprogramm auf. Aber auch wenn er auf Fotos immer lächelt wie der nette Nachbarsjunge von nebenan, war Little Willie John in Wirklichkeit ein kleiner Giftzwerg. Vor allem im Suff war er unerträglich und fing – wie viele andere abgebrochene Meter – besonders gerne Streit mit Größeren an. So kam es, dass er eines Tages einen Mann bei einer Messerstecherei umbrachte.

Willie John wurde wegen Totschlags zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt und landete am 6. Juli 1966 im berüchtigten Walla-Wall-Knast, wo er am 26. Mai 1968 starb. Offizielle Todesursache: Herzinfarkt nach einer Lungenentzündung.

Solche Typen mag Amerika nicht und so geriet der „Fever“-Sänger in Vergessenheit. Erst 1996 wurde er endlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Mir ist es egal, ob Little Willie ein Kotzbrocken war oder nicht. Ich liebe seine Stimme und seine Musik. Seine Platten stehen bei mir alle ganz vorne im Regal. „I’m Shakin’/A Cottage For Sale“ ist eine Scheibe, die wunderbar zeigt, was Willie John alles auf dem Kasten hatte. „I’m Shakin'“ ist ein utracooler R&B-Rocker (-Shaker), während „A Cottage For Sale“ eines seiner vielen unglaublich schönen (traurigen) Liebeslieder ist.

Ach ja: Die 45er ist mal wieder ein Musterstück aus meiner Label-beschädigt-aber-Vinyl-Gott-sei-Dank-Mint-Sammlung.

Wede


Little Willie John – I’m Shakin‘

Little Willie John – A Cottage For Sale
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Richard Berry – Louie Louie

5. Dezember 2010

„Louie Louie“ ist ein Song, der mir in der Version der Kingsmen nie sonderlich gefallen hat. Erst durch das Original von Richard Berry ist mir aufgefallen, wie genial (einfach) das Stück ist.

Richard Berry – Louie Louie
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