B.W. Souls

28. Juni 2008


Larry Grogan vom Funky16Corners-Blog hat sinngemäß zu der Scheibe bemerkt, dass viele zu doof seien, sie zu kaufen, weil sie für „nur“ zehn bis 25 Dollar zu haben sei. Wer mehr Wert auf die Musik als auf den Wert legt, bekommt ein großartiges Stück Funk, komponiert von Marvin Brown.

Wede


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Bobby Williams

21. Juni 2008

Der Klassiker von Bobby Williams wurde in New Orleans von Katrina ordentlich eingeweicht. Das Label hat ziemlich gelitten, aber das Vinyl ist 1A.

Wede

Bobby Williams – Funky Superfly


Soul Trippin‘ Psychodelic Funk

12. Juni 2008

Wer am Freitag den 13. eine Soul-Therapie benötigt, sollte sich Im RAW-Tempel behandeln lassen. Karel Duba und Sir Wede laden ab 22 Uhr zur Selbsthilfegruppe. Wildes Zappeln, unkontrolliertes Augenverdrehen und spitze Schreie sind ausdrücklich erwünscht. Da die beiden Plattenverdreher nicht alle Scheiben im Schrank haben, unterstützt The Magnificent Brotherhood die Behandlung live mit hoch dosiertem Sixties Garage Rock und verschreibungspflichtigem Acid Punk.

Bis dann

Wede


Bo Diddley † (30. Dezember 1928 – 2. Juni 2008)

12. Juni 2008

Am 2. Juni 2008 starb der große Bo Diddley im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Florida an Herzversagen.

Diddley wurde auf einer kleinen Farm in der Nähe der Stadt McComb im Bundesstaat Mississippi als Ellas Otha Bates (nach anderen Quellen auch Otha Ellas) geboren. Da seine Mutter ihn nicht großziehen konnte, adoptierte ihn ihre Cousine Gussie McDaniel, deren Nachnamen er annahm. Als Diddley sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Chicago.

Zunächst lernte Diddley Geige spielen, mit zwölf Jahren bekam er von seiner Schwester eine einfache Gitarre zum Üben geschenkt. Gegen Ende seiner Schulzeit gründete er mit zwei Freunden die Band The Hipsters und spielte mit ihnen auf der Straße. Nach der Schule arbeitete er zunächst als Zimmermann und Mechaniker.

Diddleys Band The Hipsters wurden im Laufe der Zeit immer populärer. Im Alter von 19 Jahren bekam er ein Engagement im 708 Club in Chicago. Dank seines leistungsstarken Verstärkers, seines einzigartigen Stils und seiner ungewöhnlichen Gitarre, die er mit einem aus einer alten Uhr und Autoteilen selbstgebauten Tremologerät erweitert hatte, erregte er beträchtliches Aufsehen. 1954 verließen Jackson und Williams die Band und wurden durch James Bradford und einen gewissen Buttercup ersetzt. Hinzu kamen noch Billy Boy Arnold, Clifton James und Jerome Green.

Durch Billy Boy Arnold versuchte Bo Diddley bei verschiedenen Plattenfirmen unterzukommen. Er schaffte es schließlich mit seinen beiden Stücken Bo Diddley und I’m a Man bei Chess Records. Auf dieser Single wirkten auch Willie Dixon und Otis Spann mit. Aufgrund des Erfolges spielte er landesweit einige Konzerte, unter anderem im Apollo Theater in New York City, wo er den bis zu diesem Zeitpunkt gehaltenen Zuschauerrekord von Sammy Davis Junior brach. In den folgenden Jahren war er immer wieder in den Charts zu hören und entwickelt sich zu einem vielseitigen Musiker.

Ab 1959 spielte Bo Diddley auch mit Peggy Jones alias „Lady Bo“ zusammen, einer Absolventin der New Yorker Musikschule. Mit ihr erweiterte er das Spektrum seiner Songs abermals. 1960 wechselte er nach Washington D. C. Ab dieser Zeit durfte er auch seine Musik selbst produzieren – eine in dieser Zeit für einen farbigen Musiker ungewöhnliche musikalische Freiheit, die sonst nur noch James Brown genoss. 1962 hatte Bo Diddley mit dem Song You Can’t Judge a Book By the Cover (Dixon) seinen vorerst letzten Hit. Unter seinem bürgerlichen Namen Ellas McDaniel schrieb er auch Songs wie Mona, die von den Troggs, Tom Petty und den Rolling Stones eingespielt wurden. Vorherrschend ist ein bestimmter Rhythmus, der als „Bo Diddley Beat“ bezeichnet wird. Beispiele für diesen synkopischen Rhythmus sind die Kompositionen Bo Diddley, Magic Carpet von Steppenwolf und Magic Bus von The Who.

Ab Ende der 1960er geriet er, wie viele andere Bluesmusiker auch, etwas ins musikalische Abseits. Trotzdem veröffentlichte er weiterhin Alben. Diese entstanden zusammen mit bekannten Kollegen wie Little Walter, Muddy Waters und Howlin‘ Wolf. Auftritt beim Toronto Peace Festival 1969 u. a. mit John Lennons Plastic Ono Band , Chuck Berry u. Jerry Lee Lewis . 1972 war er einer der Top-Acts der „London Rock And Roll Show“ im berühmten Wembley-Stadion. Auch in den weiteren 1970ern war der Einfluss von Bo Diddley ständig präsent. Zahlreiche Musiker aus der Punk- und New-Wave-Szene griffen auf seine Stücke zurück.

1989 trat Diddley im Nike-Werbespot Bo knows mit dem Baseball- und American Football-Spieler Bo Jackson auf.

1987 wurde Diddley in die Rock and Roll Hall of Fame und 2004 in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Im Film Blues Brothers 2000 trat er als Musiker auf; 2006 hatte er einen Gastauftritt in der US-amerikanischen Sitcom Immer wieder Jim.

Am 13. Mai 2007 erlitt Bo Diddley nach einem Konzert in Council Bluffs, Iowa, einen Schlaganfall, der sein Sprachzentrum stark beeinträchtigt hat. Am 29. August 2007 erlitt er einen Herzinfarkt und musste erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am 2. Juni 2008 starb Diddley im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Florida an Herzversagen.

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