Ann Cole – Each Day

17. Oktober 2011

Got My Mojo Working“ ist ein oft gecoverter R&B-Song, der von vielen dem großen Muddy Waters zugeschrieben wird. Tatsächlich schnappte er ihn aber bei einer gemeinsamen Tour mit Ann Cole auf, die den Song mit Muddys Band sang. Beide Versionen kamen 1957 in der gleichen Woche heraus, wobei Anns Aufnahme Platz 3 und Muddys Song (Chess) Platz 7 der Charts erreichte.

Ann Cole hat „Got My Mojo Working“ bei dem New Yorker Plattenlabel Baton aufgenommen, dem sie als eine der ersten Künstler zu einer kurzen Blütezeit verholfen hat. „Each Day“ ist die B-Seite von Anns zweiter Single. Die A-Seite „In The Chapel“ erreichte Platz 2 der Billboard-Charts. Wer mehr über Ann Cole und Baton erfahren möchte, kann sich die Erinnerungen des Label-Gründers Sol Rabinowitz durchlesen.

Rabinowitz hat übrigens gerichtlich feststellen lassen, dass er die Rechte an „Got My Mojo Working“ hat. Das hat sich gelohnt: Er schickt (oder schickte) dem Komponisten Preston Foster jedes Jahr einen Scheck in Höhe von 20 bis 30.000 Dollar.

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Ann Cole – Got My Mo-Jo Working

Ann Cole – I’ve Got A Little Boy

Ann Cole – Each Day

Ann Cole – In The Chapel


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Eugene Church – Sixteen Tons

16. September 2011

Eugene Church wurde 1938 in St. Louis geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sein Vater war Pastor, weshalb sein Name – falls es der richtige ist – ziemlich passend ist. Eugene selbst war von Beruf Friseur, womit er sogar zu Wohlstand kam, weil er bis zu seinem Tod 1993 eine Kette von Friseur- bzw. Beautyshops leitete.

Als Musiker wurde Eugene Church nicht reich, obwohl er schon 1958 mit „Pretty Girls Everywhere“ einen nationalen Chart-Erfolg feiern konnte. Immerhin trat er danach u.a. mit James Brown, Dinah Washington, Hank Ballard oder Jackie Wilson auf. Mit „Miami“ landete er noch einen zweiten kleinen Hit, das war’s.

„Sixteen Tons“, die fantastische Coverversion von Merle Travis‚ Song, der durch Tennessee Ernie Ford weltberühmt wurde, nahm er bei King Records auf, zu dem er 1961 stieß. „Sixteen Tons/Time Has Brought About A Chance“ war 1963 dort auch seine letzte Single. 1967 machte er noch eine Platte bei World Pacific („Dollar Bill/U Makka Hanna Dollar Bill“) und widmete sich danach ganz seiner „haarigen“ Karriere.

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Eugene Church – Sixteen Tons


Ray Agee – Your Precious Love

27. August 2011

Weil ich bei Roy Tans „Isabella“ Ray Agee erwähnt habe, hier noch als Zugabe „Your Precious Love“. Ein wunderbar fiebriges Stück, bei dem man sich wie bei vielen anderen Songs von Ray Agee fragt, warum er nie den Durchbruch geschafft hat. Vielleicht war er nach seiner Polio-Erkrankung einfach zu gebrechlich für große Shows.

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Ray Agee – Your Precious Love


Roy Tan – Isabella

27. August 2011

Keine Ahnung, wer Roy Tan ist oder war. Von seinem Songwriter Johnnie Getz weiß ich immerhin, dass er auch für den jungen Ray Agee gearbeitet hat („Wobble-Lou“). Tan hat „Isabella/I Don’t Like It“ zunächst unter eigener Regie auf Tan Records herausgebracht, bevor das Label Dot erkannt hat, wie gut die Platte ist und sie USA-weit auf den Markt brachte. Erfolgreich war sie dennoch nicht. Schade.

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Roy Tan – Isabella


Art Butler – Soul Brother

21. August 2011

Hier mal wieder eine Platte aus meiner Schweineorgel-Abteilung: „Soul Brother“ von Art Butler. Viel Spaß damit.

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Art Butler – Soul Brother


Irma & The Fascinators – Lost Love

17. Juli 2011

Irma & The Fascinators ist einer der Namen unter denen die Philly-Band The Larks Platten aufgenommen hat. Sie nannte sich unter anderem auch The Four Larks oder Irma & The Larks. 1964 nahm Barbara Mason mit der Band ihre erste Single „Dedicated To You/Trouble Child“ auf. „Lost Love/Just A Feeling“ spielten die Larks mit Irma Jackson bereits 1963 ein, brachten die Platte aber erst 1965 auf Scepter heraus. Wer die komplette Bandgeschichte erfahren möchte, kann den Artikel des Musikhistorikers Marv Goldberg lesen.

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Irma & The Fascinators – Lost Love


Little Willie John – My Nerves

3. Juli 2011

Was ich von Little Willie John halte, habe ich ja schon ausführlich geschrieben. Ein weiterer Beweis seines Ausnahmekönnens ist „My Nerves“, das er bereits 1956 mit Ernie Hayes (Piano), Mickey Baker (Gitarre), Carl Pruitt (Bass), David „Panama“ Francis (Schlagzeug), Bill Graham (Altsaxophon), Big John Greer, Lowell ‚Count‘ Hastings (Tenorsaxophon) und Danny Bank (Baritonsaxophon) aufnahm.

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Little Willie John – My Nerves


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