Eugene Blacknell & The New Breed – We Know We Got To Live Together

Eugene Blacknell hat zwar zu Lebzeiten einige fantastische 45er aufgenommen, kam aber nie dazu, eine LP herauszubringen. Erst 2007, 17 Jahre nach seinem frühen Tod, sorgte sein Sohn Gino dafür, dass der großartige Künstler mit dem Album „We Can’t Take Life For Granted“ geehrt wurde. Auf der LP/CD findet Ihr auch „We Know We Got To Live Together“, das ich Euch hier vorstelle. Begeisterte Fremdsprachler können sich den Kopf darüber zerbrechen, warum das Stück dort „We Know We Have To Live Together“ heißt.

Eugene wurde 1946 in Berkeley/Kalifornien geboren. 1960 gründete der Gitarrist an der Hoover High Scool in Oakland die Band Eugene Blacknell and his Savonics. Gleichzeitig betrieb er einen Plattenladen und veranstaltete Tanzpartys, wo lokale Musiker ihre Platten spielen und promoten konnten. Die erste Single der Band “Don’t Stop Now/Grov-ve Mon-key” kam im selben Jahr auf Clara heraus.

Eugene und seine Band waren schon bald Lokalhelden und traten jedes Wochenende auf. Sie spielten sogar im Vorprogramm von Marvin Gaye. Seine spätere Frau Lillie, die er in dieser Zeit kennenlernte, erinnert sich, dass die Jungs nicht nur sehr gut spielten, sondern auch ein sehr scharfes Outfit hatten: “At school he’d wear a sport coat, slacks, and his hair was processed in a pompadour. He picked me up every morning on the way to school which was a big deal back then. His car was pink and black with fins.”

Nach seinem Schulabschluss 1964 ging Eugene mit Joe Simon auf Tour und mit gerademal 17 Jahren kam er so zu einem Auftritt im New Yorker Apollo Theatre. Überwiegend traten sie aber in den Südstaaten auf. Der Kalifornier Eugene war vom extremen Rassismus dort schockiert. Deshalb beschloss er 1966, nach Hause zu gehen und wieder eine eigene Band zu gründen: The New Breed

Die Breeds waren im Bay Area spätestens nach der Veröffentlichung von „The Trip“ eine der angesagtesten Funkbands – vor allem live. Der geschäftstüchtige Eugene organisierte die Auftritte und handelte die Gagen aus. Er ließ es sich auch nicht gefallen, dass schwarze Musiker schlechter als weiße bezahlt wurden und setzte zumindest auf diesem Gebiet eine Gleichbehandlung durch.

Die Jahre gingen ins Land und viele gute Musiker gaben sich bei den Breeds die Klinke in die Hand. Eugenes Sohn Gino wurde 1978 mit 17 Jahren Bassist der Band und später der Keyboarder. Gino sagt, sein Vater sei immer begeisterter Live-Musiker gewesen und hätte nur wenig Interesse daran gehabt, ein Album zu veröffentlichen. Und so kam es, dass einer der begnadetsten Funkmusiker der 60er und 70er Jahre zu Lebzeiten nie eine LP herausbrachte.

Wede

eugeneEugene Blacknell – We Know We Got To Live Together

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