Betty La Vette – What Condition My Condition Is In

Bilderbuchwetter, 25 Grad angesagt, bin bester Laune – welche Platte passt dazu? Natürlich eine, die Drogenkonsum thematisiert. Hä? Ja, um was es in „What Condition My Condition Is In“ geht, überhört man leicht, weil die Scheibe so gute Laune macht. Er war jedenfalls heute Morgen mein Was-für-ein-toller-Tag-Begrüßungs-Song“, was Grund genug ist, eine meiner Lieblingsplatten vorzustellen (auch wenn sie alles andere als unbekannt ist).

Das Lied, das spätestens seit dem genialen Film „The Big Lebowsky“ (1998) den meisten in der Version von First Edition (Kenny Rogers) bekannt ist, wurde von Mickey Newbury geschrieben. Der Erste, der ihn aufgenommen hat, war 1967 tatsächlich Jerry Lee Lewis, der ihn aber in die Tonne trat. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Jerry den Anti-LSD-Song interpretiert hat, würde es aber zu gerne mal hören.

Der Titel des Tracks ist eigentlich „Just Dropped In (To See What My Condition Was In). Betty hat nicht nur den Songtitel anders geschrieben, sondern auch ihren Namen: statt Betty LaVette hat sie sich hier für Betty La Vette entschieden.

Betty wurde 1946 als Betty Haskin in Muskegon, Michigan geboren und wuchs in Detroit auf. 1962 landeten sie und Johnnie Mae Matthews mit „My Man – He’s A Lovin‘ Man“ einen Hit. Danach tourte sie mit Soul-Größen wie James Brown, Otis Redding, Ben E. King oder Barbara Lynn.

Betty nahm einige weitere Singles auf, darunter auch 1968 „Get Away/What Condition My Condition Is In“, hatte aber keinen Erfolg damit. Ihre erste LP „Child Of The Seventies“ wurde 1972 von Atlantic mangels Interesse nicht veröffentlicht. Dafür wurde sie aber ein gefeierter Broadwaystar und ging in Begleitung von Cab Calloway mit dem Musical „Bubbling Brown Sugar“ auf Tour.

1982 durfte sie bei Motown die Lückenbüßerin für die scheidende Diana Ross spielen und mal wieder eine Platte aufnehmen, die einigermaßen gut ankam. 1991 folgte das Motorcity-Album „Not Gonna Happen Twice“, das die Hitparaden ebenfalls nur von weitem zu sehen bekam.

Im Jahr 2000 feierte die inzwischen 54-Jährige überraschend doch noch ihren „Durchbruch“. Der französische Sammler Gilles Petard brachte die Originalaufnahmen von „Child Of The Seventies“ unter dem Titel „Souvenirs“ heraus, Betty bekam einen neuen Plattenvertrag und ihre Alben wurden plötzlich auch gekauft und geehrt. So geht das.

Wede

betty_01Betty La Vette – What Condition My Condition Is In

betty_02Betty La Vette – Get Away

Eine Antwort zu Betty La Vette – What Condition My Condition Is In

  1. […] einiger Zeit habe ich eine Scheibe von ihr aus dem Jahr 1968 vorgestellt: Ihre Interpretation von „What Condition My Condition Is In“ ist eine meiner absoluten Lieblingsplatten. Diesmal präsentiere ich Euch eine 45er, die Betty im […]

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