Marie „Queenie“ Lyons – Drown In My Own Tears

Die Reissues (2000, 2008) von Marie „Queenie“ Lyons‘ einzigem Album „Soul Fever“ hat weit mehr Aufsehen erregt als die Erstveröffentlichung 1970, die in der Masse von Soulplatten damals einfach unterging. Leider war durch den Misserfolg ihres Erstlings auch Maries Karriere im Eimer – was für eine Schande!

Marie „Queenie“ Lyons wurde (19??) in Archibald, Louisiana geboren, zog später nach Ashtabula, Ohio und hatte 1963 ihren ersten Auftritt im Club Castaway in Geneva, Ohio. 1964 wurde sie als Background-Sängerin von King Curtis nach New York geholt. Dort wurden andere berühmte Musiker auf die 1,60 Meter kleine Marie aufmerksam und sie stand u.a. zusammen mit Jerry Lee Lewis, Jackie Wilson, Fats Domino, The Coasters und James Brown auf der Bühne. Als erste Frau trat sie solo im damals extrem hippen New Yorker Club „The Metropole“ auf. Alles lief bestens und sie durfte neben drei Singles („See And Don’t See“/“Daddy’s House“, „Your Key Don’t Fit It Anymore“/“Fever“, „Try Me“/“Drown In My Own Tears“) schließlich auch eine LP für DeLuxe, einem Unterlabel von King, aufnehmen. Die Platte floppte und das war’s. Arme Queenie.

Ich stelle hier die unbekanntere von ihren beiden Singles vor, die zum Beispiel bei Discogs nicht einmal aufgeführt wird. Mal ehrlich, welche Sängerin hat oder hatte schon das Format, auf der einen Seite James Brown zu covern und auf der anderen einen durch Ray Charles berühmt gewordenen Song zu bringen? Ich bin sicher, dass beide Superstars von Maries Versionen begeistert waren – falls sie sie gehört haben.

Wede

marie_011Marie „Queenie“ Lyons – Drown In My Own Tears

marie_2Marie „Queenie“ Lyons – Try Me

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