30. Oktober 2009
Hallo,
am Samstag legen die Muttersöhnchen Karel Duba und Wede bei MAMA SOUL im Mama Berlin feinste Soul-, Funk-, R&B- und Ska-Scheiben auf die Plattenteller. Losgeht’s um 22 Uhr.
Davor spielen ab 19:30 Uhr Barry Black And The White Temptations.
Kommen! Sonst gibt’s Saures!
Wede

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Verfasst von soulgarage
25. Oktober 2009
Nachdem ich hier bereits Trudy Johnsons unbekannte, aber großartige Coverversion von Clint Ballard Jr.s „You’re No Good“ vorgestellt habe, möchte ich diesmal das Original des Songs präsentieren. Das hat nicht Betty Everett gesungen, wie viele glauben, sondern Dee Dee Warwick (25.9.1945 – 18.10.2008). Sie nahm den Song 1963 ein paar Monate früher für Jubilee auf. Und auch wenn Everett und später Linda Ronstadt (Nr. 1/Würg) wesentlich erfolgreicher waren, ist Dee Dees Original unschlagbar. Da ist viel mehr Feuer drin, man kann die Wut auf den miesen Typen, auf den sie sich eingelassen hat, richtig hören. Die „Ahas“ der interessierten Mädchenrunde geben dem Song zusätzlich Drive. Und auch die Gitarre und die restliche Instrumentierung sind einfach knackiger. Kein Wunder, produziert wurde „You’re No Good“ von den genialen Jerry Leiber und Mike Stoller.
Dee Dee ist ein weiteres Mitglied der Warwick-Houston-Familie, die so viele himmlische Frauenstimmen hervorgebracht hat, dass man nur staunen kann. Dee Dee ist die jüngere Schwester von Dionne Warwick, mit der sie auch Ende der 50er im Gospel-Trio Gospelaires ihre Karriere begann. Die dritte im Bunde war ihre Tante Cissy Houston, die die Mutter von Whitney Houston.
Auch wenn Dee Dee nicht die Berühmteste ihrer Familie wurde, legte sie eine ganz passable Karriere als Solistin hin und hatte noch einige Hits in den Top 100. Einer davon ist „I’m Gonna Make You Love Me“, der aber ebenfalls als Cover von Diana Ross & the Supremes with The Temptations erfolgreicher war. Ihrer Schwester Dionne neidete sie übrigens nie den Erfolg. Im Gegenteil: Sie arbeitete bis zu ihrem Tod als Background-Sängerin für sie.
Leider ist Whitney Houston nicht die erste in der Familie, die ein heftiges Drogenproblem hat. Auch Dee Dee war abhängig und ruinierte ihre Gesundheit, weshalb sie nur 63 Jahre alt wurde.
Wede
Dee Dee Warwick – You’re No Good
Dee Dee Warwick – Don’t Call Me Any More
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8. Oktober 2009
Am 9. Oktober geht wieder SOUL CENTRAL im Lovelite über die Bühne. Karel Duba und Sir Wede legen rare Soul-, Funk, R&B-, und Ska-Scheiben auf. Der zweite Floor wird diesmal nicht bespielt, denn er wird für uns in eine schnuckelige Lounge verwandelt, wo Ihr rauchen, schlürfen (Caipis) und flirten könnt.

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4. Oktober 2009
Brothers Of Soul war eine Gruppe aus Detroit, die aus Fred Bridges, Richard Knight und Robert Eaton bestand. Ihr Markenzeichen war der ausgesprochen schöne Gesang. Knight, der eine helle und klare Stimme hatte, teilte sich die Vocals mit Bridges, der ihn mit seiner rauhen Stimme perfekt ergänzte.
Das Trio begann seine – bescheidene – Karriere 1967 damit, für den Produzenten Ric Williams Songs zu schreiben. Williams hatte u.a. Ruby Andrews unter seinen Fittichen. Die Drei schrieben einige Hits für Ruby und spielten die Songs offenbar auch mit ihr ein. Die Brothers traten zu der Zeit noch als „The Creations“ in Aktion.
Bis 1971 nahmen die Brothers Of Soul einige Singles auf, wobei „I Guess That Don’t Make Me A Loser“ mit Platz 32 in den R&B-Charts ihr größter „Hit“ war. 1971 gaben sie wegen Erfolglosigkeit auf. Aber sie arbeiteten weiter zusammen und waren noch lange Zeit eine begehrte Vocal-Gruppe, die auf vielen Aufnahmen für das Holland-Dozier-Holland-Label Invictus/Hot Wax zu hören ist. 1995 kam auf Collectable eine CD mit den Songs der Brothers heraus: I Guess That Don’t Make Me a Loser.
„Come On Back/The Love I Found In You“ kam auf Boo heraus, eins der beiden Label – das andere war Zodiac – von Ric Williams.
Brothers Of Soul – Come On Back
Brothers Of Soul – The Love I Found In You
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1. Oktober 2009
Am Freitag, den 2. Oktober lege ich in der Roberta Bar Platten auf, die man von mir kennt, aber auch Sachen, die ich sonst nie spielen kann. Ich freu mich schon drauf – zumal ich die Roberta auch ohne Plattenvertrag gerne besuche.
Wede

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28. September 2009
Da ich überhaupt keine Zeit habe, weil ich noch das Plakat für das nächste SOUL CENTRAL am 9. Oktober machen muss, stelle ich Euch heute ohne viel Geschreibe eine Platte vor. „Hey Boy“ von Kitty Montgomery ist ein großartiges Stück Funk, das völlig unterbewertet ist. Mit etwas Glück könnt Ihr sie bei Ebay für 20 Dollar oder weniger schießen. Man sieht/hört also mal wieder: Der Preis sagt nicht viel über die Qualität einer Scheibe aus. Viel Spaß damit.
Wede
Kitty Montgomery – Hey Boy
Kitty Montgomery – Bring Love
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Verfasst von soulgarage
23. September 2009
Am 26.09. gehen Karel Duba und ich wieder in den schnuckligen Keller-Club Mama Berlin. Auch diesmal gibt’s bei MAMA SOUL wieder feinste 45er mit rarem Soul, Funk, R&B und Ska zu hören.
Ich hoffe, wir sehen uns.
Wede

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Verfasst von soulgarage
20. September 2009
Sugarpie Desanto wurde als Umpeylia Marsema Balinton am 16. Oktober 1935 in Brookly, New York City geboren. Entdeckt wurde sie – wie einige andere R&B-Größen – von Johnny Otis bei einer Talentshow. 1955 engagierte er sie für seine Revue und gab ihr den Künstlernamen „Little Miss Sugar Pie“. Zu „Sugar Pie DeSanto“ machte sie erst einige Jahre später der Oaklander DJ Don Barksdale.
Sie wurde schnell zu einem der angesagtesten Künstlern in den R&B- und Soul-Tempeln der USA. Alleine im New Yorker Apollo Theater stand sie mehr als 20 Mal auf der Bühne. Dort entdeckte sie auch James Brown. 1959 ging sie mit ihm zwei Jahre als Opening Act auf Tournee. 1959 hatte sie mit „I Want To Know“ (Veltone), das Platz 3 der Billboard-Charts erreichte, auch ihren größten Hit. Chess Records wurde dadurch auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag.
Bei Chess erkannte man durchaus Sugar Pies Qualitäten als Sängerin und Komponistin, ließ sie aber in Folge hauptsächlich Songs für andere Chess-Künstler schreiben, die schon länger bei dem Label unter Vertrag waren und deren Erfolg nicht durch eine neue Konkurrentin gefährdet werden sollte. Die bekannteste dieser Künstlerinnen ist Etta James – Sugar Pies jüngere Cousine.
Während Fontella Bass, Billy Stewart, Little Milton, Bobby McClure, Minnie Riperton, Jesse James, The Dells, The Whispers und Etta James bei Chess von Sugar Pies großem Talent als Songwriterin profitierten, musste sie selbst auf Checker Records ausweichen, um 1961 ihr erstes Album herauszubringen: „Sugar Pie“.
Sugar Pie DeSanto war immer eine Künstlerin, die live vor Publikum auftreten wollte. Und das tut sie immer noch, wie man auf ihrer offiziellen Seite bei Jasman Records lesen, sehen und hören kann. Die Frau, die wenn möglich immer barfuß auf der Bühne steht, ist mit ihren fast 74 Jahren noch topfit und nach wie vor eine echte „Rampensau“.

Heutzutage hört man auf Soul- und R&B-Partys meistens „In The Basement“, das sie mit ihrer Cousine Etta James aufgenommen hat, oder „Go Go Power“. Ich möchte Euch eine etwas seltenere Scheibe vorstellen, die sie 1962 auf Gedinson’s herausgebracht hat: „A Little Taste Of Soul/Strange Feeling“. Hier wird ihr Namen übrigens etwas anders geschrieben: „Sugarpie Desanto“. Und auch sonst ist die 45er etwas anders als das, was die meisten von ihr kennen. Viel Spaß damit.
Wede
Sugarpie Desanto – A Little Taste Of Soul
Sugarpie Desanto – Strange Feeling
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14. September 2009
ACE Spectrum haben von 1974 bis 76 immerhin drei Alben herausgebracht. Der einzige Hit von Henry „Red“ Zant, Aubrey „Troy“ Johnson, Elliot Isaac, and Rudy Gay war „Don’t Send Me Nobody Else“ von ihrer Debüt-LP „Inner Spectrum“. Der Gute-Laune-Song erreichte Platz 20 der R&B-Charts.
ACE Spectrum – Don’t Send Nobody Else
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6. September 2009
Joe Tex hat eine Menge Platten veröffentlicht und ist – wenn auch zu wenig beachtet – einer der bekannteren Soul-Sänger. Er wurde 1933 in Rogers (Texas) geboren und begann seine Karriere 1954 im berühmten Apollo Theater als er dort einen Talentwettbewerb gewann. Seine ersten Veröffentlichungen auf King, Ace und Anna floppten zwar, doch Tex blieb vor allem als Komponist im Geschäft. James Brown landete 1962 mit Joes „Baby You’re Right“ einen Nummer-2-Hit in den R&B-Charts. JB war lange Zeit Joes Buddy. Das änderte sich aber, als James ihm ein Mädchen ausspannte und sich Joe über JBs legendäre Cape-Abgänge lustig machte. Der Streit endete in einer wilden Schießerei, bei der wie durch ein Wunder niemand getötet wurde.
Trompeter Newt Collier erinnert sich: „Joe Tex could imitate anybody he wanted to. You know how James came out with the cape? Joe had one made up out of a raggedy blanket, with holes all in it. You know how James would break down and fall on his knees? Joe fell on his knees, and all of a sudden, he grabbed his back. He had the cape on and got all tangled up in it, and he was fighting to get out, singing, „Please, please, please, get me out of this cape.“ He just made a mockery of James. Here it was, James’ homecoming show, and James didn’t appreciate this at all. He went out to Club 15 after the show, and Joe Tex was out there. And James took a couple of shotguns, and I think six people got shot. James did most of the shooting, and Joe was running back behind the trees and bushes. So that was the end of the Joe Tex/James Brown revue.“
1961 wurde Joe Tex von Buddy Killen für sein neu gegründetes Label Dial in Nashville unter Vertrag genommen. Es dauerte geschlagene vier Jahre bis Joe mit „Hold What You’ve Got“ endlich der Durchbruch gelang. Mit der Qualität seiner Songs vor 1965 hatte dies sicher nichts zu tun. „I Wanna Be Free/Blood Is Thicker Than Water“ wurde 1963 aufgenommen und ist für mich die beste 45er, die Joe Tex gemacht hat. Weil sie aber floppte, ist sie heutzutage nur noch sehr schwer zu bekommen. Warum meine Kopie noch einigermaßen erschwinglich war, ist am Labelscan der B-Seite zu sehen (Nicht meine erste Scheibe dieser Art. Steven Inch riet mir bereits, mich „DJ Label Damage“ zu nennen).
Tex hatte zwischen 1965 und 1972 noch einige Top-Platzierungen. Nach „I Gotcha“ beschloss er, seine Karriere zu beenden, konvertierte zum Islam, nannte sich Joseph X (später Yusuf Hazziez) und zog als Prediger durchs Land. 1975 startete er ein Comeback, das 1977 mit „Ain’t Gonna Bump No More (With No Big Fat Woman) seinen Höhepunkt hatte. Danach setzte er sich endgültig auf seiner Farm in Texas zur Ruhe. Doch ganz so ruhig war sein Ruhestand dann doch nicht. 1981 ließ er für ein Konzert zusammen mit Wilson Pickett, Don Covay, Solomon Burke und Ben E. King die „Supergruppe“ Soul Clan wiederauferstehen, die 1968 schon mal für zwei Songs zusammengekommen war (damals mit Arthur Conley statt Wilson Pickett). Es war Joes letztes Konzert. Er erlag 1982 im Alter von 49 Jahren einem Herzinfarkt.
Joe Tex – I Wana Be Free
Joe Tex – Blood Is Thicker Than Water
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